Wir ziehen um

»Hurra, wir bekommen das Haus!« ruft Papa Mirko auf einmal und er wirft vor Freude den Brief, in dem er gerade die Nachricht gelesen hat, in die Luft.
»Echt wahr?« will auch Mama Tasha wissen und die beiden springen auf, nehmen sich in den Arm und vollführen einen Freudentanz.
Lena schaut verdutzt. Sie weiß mit der Nachricht nicht so recht etwas anzufangen. So ganz wohl ist ihr eigentlich nicht und sie verzieht trotz der allgemeinen Freude nur ein müdes Lächeln.
»Wir ziehen um«, wendet sich endlich Mama Tasha an die kleine Lena, »in ein großes Haus mit einem großen Garten. Da bekommst du dann ein großes eigenes Zimmer.«
»Ich will nicht umziehen. Ich will keinen Garten. Ich will kein großes Zimmer«, sprudelt es aus Lenas Mund.
»Ich will hier bleiben«, und sie springt auf und läuft in ihr Zimmer.
Mama Tasha und Papa Mirko sehen sich erstaunt und besorgt an.
»Wir hätten Lena auch vorher mit der Möglichkeit eines Umzugs vertraut machen sollen«, beginnt dann Mama Tasha.
»Naja«, antwortet ihr Papa Mirko, »tatsächlich haben wir ja gar nicht damit gerechnet, dass wir das Haus wirklich kaufen können.«
Mama Tasha geht in das Kinderzimmer und nimmt ihre Tochter auf den Arm.
»Warum möchte mein kleiner Schatz denn hier bleiben?« fragt sie.
»Weil Eva und Alex auch hier wohnen und weil das meine besten Freunde sind und weil ich keine anderen Freunde haben will und weil ….«
»Halt, Moment, nicht so schnell«, unterbricht Mama Tasha die kleine Lena.
»So weit ziehen wir doch gar nicht weg. Du kommst zwar in einen anderen Kindergarten, aber deine Freunde wirst du immer wiedersehen. Oma Bella und Opa Klaus wohnen ja auch noch hier, die besuchen wir dann immer und bald bist du auch so groß, dass du Eva und Alex selbst mit dem Fahrrad besuchen kannst.«
So langsam hellt sich Lenas traurige Miene etwas auf und darum spricht die Mama weiter.
»Hier in deinem kleinen Zimmer kannst du nicht einmal alleine richtig schön spielen. Im neuen Haus können dich Eva und Alex besuchen kommen und da könnt ihr dann in deinem Zimmer oder sogar im Garten spielen.«
»Wann ziehen wir denn um?« Lenas Neugierde ist jetzt geweckt.
»In ungefähr vier Wochen«, antwortet ihr die Mama.
»Aber alle meine Spielsachen und auch Eisbär Knut müssen mitkommen«, fordert Lena.
»Natürlich«, bestätigt Mama Tasha, »und im Kindergarten feiern wir dann noch ein schönes Abschiedsfest für dich.«
Die Zeit verfliegt im Nu und im Kindergarten feiern alle Kinder aus Lenas Gruppe zu ihrem Abschied ein großes Fest. Es gibt Kuchen, Kekse, Gummibärchen und Kakao und jedes Kind hat für Lena ein kleines Geschenk mitgebracht. Für die Zukunft wünscht ihr jeder alles Gute, viel Glück im neuen Haus und viel Spaß im neuen Kindergarten.
Am nächsten Morgen ist es dann soweit.
Ein großer Möbelwagen steht vor der Tür und ganz viele Männer mit noch mehr Kartons steigen aus.
»Muss ich meine Spielsachen jetzt alle in den Lastwagen bringen?« fragt Lena Papa Mirko.
»Nein«, antwortet ihr der Papa, das machen alles die Männer für dich und uns.
»Aber meinen Knut kriegen die nicht«, ruft Lena, schnappt sich Knut und läuft zu Papas Auto. Dort versteckt sie Knut hinten in ihrem eigenen Kindersitz.
Zufrieden über die Tatsache, dass das Wichtigste erst einmal geregelt ist, beginnt Lena die Möbelpacker zu beobachten.
Erst packen sie alle Spielsachen, Kleidung, Bücher, Geschirr und alles, was sie irgendwo finden können, in große Umzugskartons. Dann schreiben sie auf die Kartons, wo sie das gefunden haben.
»Damit wir wissen, wo wir das im neuen Haus wieder auspacken müssen«, hat einer von ihnen auf Lenas Frage geantwortet.
Dann verschwinden alle Kartons in dem großen Möbelwagen. Einige Männer bringen jetzt alle Tische, Stühle und kleinen Schränke in das Auto, die anderen bauen die Küche, die großen Schränke und die Betten auseinander und bringen dann auch alles ins Auto.
Am Mittag ist alles ausgeräumt und der Möbelwagen macht sich auf den Weg zum neuen Haus. Papa Mirko fährt mit ihnen mit, damit sie dort schon alles einräumen können.
Mama Tasha macht in der alten Wohnung noch alles ein bisschen sauber und dann machen auch sie und Lena sich auf den Weg zum neuen Haus.
An Mamas Auto angekommen, gibt es aber noch eine Überraschung.
»Eva, Alex«, ruft Lena vor Freude. Sie läuft los und springt den beiden direkt in die Arme.
»Wir wollen dir noch einmal sagen, dass du immer unsere Freundin bleibst«, beginnt Eva.
»Und wir kommen dich auch immer besuchen und du bist auch immer bei uns eingeladen«, fährt Alex fort und dann gibt er Lena einen Kuss.
Als Mama Tasha dann mit dem Auto losfährt, winken sich die drei Freunde noch so lange zu, bis sie sich nicht mehr sehen können. Lena muss noch an den Kuss von Alex denken und sie bemerkt, dass ihr Kopf dabei ganz heiß und rot wird.
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