Reiterferien

»Kikeriki, Kikeriki!«
Mit einem Satz sitzt Lena aufrecht in ihrem Bett.
»Was war das? Wo bin ich?« fragt sich Lena noch völlig verschlafen und müde.
Aber dann fällt es ihr wieder ein. Sie ist ja gestern mit Mama und Papa in den Urlaub gefahren. Auf einen Bauernhof mit vielen Tieren und einem großen Pferdestall. Da darf sie jeden Tag auf einem Pony reiten, hat Mama jedenfalls gesagt.
»Kikeriki, Kikeriki«, kräht der Hahn erneut.
»Ich glaube, es wird Zeit aufzustehen«, denkt sich Lena, „und außerdem habe ich Hunger.“
Schnell zieht sie sich etwas über und verlässt ihr Zimmer. Vorsichtig schleicht sie sich in Richtung der großen Bauernküche, aus der schon Geklapper und ein herrlicher Duft nach frischen Brötchen zu ihr dringen.
»Hil.. Hil..«
Hilfe, möchte Lena gerne rufen, aber das Wort kommt einfach nicht über ihre Lippen.
Vor ihr steht ein riesiger braun-weißer Hund.
»Das ist Barry«, ruft die Bäuerin, die gerade das Frühstück für alle Gäste vorbereitet und die beiden bemerkt hat, »du brauchst keine Angst zu haben, der ist ganz lieb.«
»Wenn ein Hund mit seinem Schwanz wedelt, muss ich keine Angst haben«, erwidert Lena, »ich habe mich nur erschrocken, weil ich noch nie so einen großen Hund gesehen habe.«
»Das ist ein Bernhardiner«, ergänzt die Bäuerin und, »möchtest du mir beim Decken des Frühstückstisches helfen?«
Nachdem Lena Barry mit einem ordentlichen Klaps begrüßt hat und er sie am ganzen Körper beschnuppert hat, darf Lena das Besteck neben die Teller legen und auch die warmen Brötchen auf den Tisch stellen.
Nach und nach sitzen dann alle Gäste am Tisch und frühstücken, auch Mama Tasha und Papa Mirko. Lena bekommt ein extra großes Hörnchen mit Honig und ein Glas Kakao.
Aber kaum ist sie fertig, da fragt sie: »Gehen wir jetzt reiten?«
»Tiere sind doch kein Spielzeug«, erklärt ihr Mama Tasha, »das man benutzen und stehen lassen kann, wann man will. Tiere wollen gepflegt werden und vor allem haben sie genau wie du auch Hunger.«
»Darf ich die Pferde dann füttern?« will Lena natürlich sogleich wissen.
»Zum Pferde füttern bist du noch ein bisschen klein«, springt die Bäuerin ein, »aber wir haben hier genug andere Tiere, die du gerne füttern darfst. Nach dem Frühstück werde ich dir gerne alles zeigen und dann kannst du jeden Morgen diese Tiere alleine füttern. Wenn die Tiere dann gegessen haben und du auch sonst artig zu ihnen gewesen bist, wird der Barry das den Pferden sagen und dann lassen die dich auch sicher auf sich reiten.«
Und so geschieht es.
»Zuerst bekommt der Barry einen Napf voll Trockenfutter«, beginnt die Bäuerin nach dem Frühstück der Lena zu erklären, »und unsere drei Katzen, die hier irgendwo auf dem Hof zu Hause sind, bekommen gleich hier nebenan ihr Katzenfutter. Dazu gibst du allen jeden Morgen in diesen großen Napf frisches Wasser.«
Danach zeigt die Bäuerin Lena noch, wie sie die Kaninchen, Meerschweinchen und die Hühner füttern muss. Dann darf sie zuschauen, wie der Bauer die Schweine, Kühe und Pferde füttert.
»Wenn morgen der Hahn kräht und du dann gleich in den Stall kommst, kannst du zuschauen, wie ich die Kühe melke«, sagt der Bauer zu Lena.
Dann endlich darf sich Lena ihre Reithose und die Reitstiefel anziehen, den Reithelm aufsetzen und Papa Mirko hilft ihr, ihr Pony zu besteigen.
»Mein Pony heißt Lucie«, sagt Lena, »das hat mir die Bäuerin schon verraten.«
Nach einer Weile sitzen Mama Tasha und die anderen Gäste auch alle auf ihren Pferden.
Nur Papa Mirko bleibt neben Lena und ihrem Pony stehen.
»Ich gehe lieber neben dir her und passe auf, dass du nicht herunter fällst«, sagt er.
Dann setzt sich der Reiterzug in Bewegung. Als man ein kleines Wäldchen passiert und auf freiem Feld angekommen ist, beginnen einige Gäste, querfeldein über die Wiesen zu galoppieren und mit ihren Pferden über Bäche, Zäune und Hecken zu springen.
»Wenn Lucie mal richtig groß geworden ist«, sagt Lena, »machen wir das auch.«
Zwischendurch wird mittags gemeinsam ein Picknick bereitet und Lena bekommt zum Essen ein Käsebrot und eine Bockwurst in die Hand.
Gegen Abend treten dann alle Reiter wieder den Heimweg in Richtung Bauernhof an.
»Das hat ganz doll Spaß gemacht«, sagt Lena dort zur Bäuerin.
»Jetzt darfst du Lucie noch ein paar Mohrrüben geben und sie bürsten«, sagt diese daraufhin zu Lena, »und dann kannst du bis zum Abendessen noch mit Barry spielen.«
Und so geht das die ganzen Ferien.
Lena steht immer früh auf. Sie kontrolliert, ob die Kühe auch gut gemolken werden, hilft den Frühstückstisch zu decken, füttert die Hühner, Kaninchen, Meerschweinchen, Katzen und natürlich auch Barry. Dann geht sie auf Lucie reiten und spielt mit den Tieren.
»Was haben Sie doch für eine liebe Tochter«, sagt am Ende der Reiterferien die Bäuerin zu Mama Tasha und Papa Mirko. »Sie dürfen nächstes Jahr gerne wiederkommen.«
Dann drückt sie Lena in ihre Arme und auch von Barry bekommt Lena zum Abschied noch einen dicken Schlabberkuss.
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