Papa baut ein Haus

»Da kommt der Lastwagen«, ruft Lena ganz aufgelegt, »Papa komm, schnell!« und sie läuft vom Fenster zur Haustür.
Papa Mirko möchte Lena ein großes Spielhaus in den Garten bauen. Beide warten schon seit dem Frühstück auf die Lieferung von dem bestellten Holz und den anderen Materialien, die zum Bau des Hauses nötig sind.
»Das sind doch nur Bretter und Stangen«, sagt Lena enttäuscht als sie sich den Stapel Holz betrachtet, der jetzt im Vorgarten liegt, »das ist doch kein richtiges Haus.«
»Das Haus müssen wir jetzt erst bauen«, entgegnet ihr der Papa, »und du musst mir dabei helfen, denn alleine schaffe ich das nicht.«
Stolz darauf, dass ohne ihre Hilfe scheinbar nichts geht, rennt Lena zum Holzstapel.
»Hier haben wir schon ein Fenster«, ruft sie ihrem Papa zu.
»Das ist toll«, sagt Papa Mirko, »aber wir müssen mit dem Fußboden anfangen.«
»Warum?« will Lena wissen.
»Das ist wie mit deinen Bauklötzen«, erwidert ihr der Papa, »da fängst du auch unten an und stapelst dann nach oben weiter, oder?«
»Stimmt«, gibt Lena nach einer kurzen Denkpause zur Antwort, »anders herum kann der Turm ja noch gar nicht stehen.«
Es dauert nicht lange, und Lena kann schon erkennen, dass ihr der Papa ein schönes Haus baut. Die Wände stehen, das Fenster ist eingebaut und eine richtige Eingangstür hat das Haus auch.
Lena muss natürlich ständig kontrollieren, ob ihr Papa auch alles richtig macht.
»Das machst du ganz toll«, gesteht Lena nach einer Weile ihrem Papa, »hast du unser Haus auch alleine gebaut?«
»Aber nein«, entgegnet ihr Papa Mirko, »dazu brauchst du ganz viele Spezialisten.«
»Warum?« kommt natürlich gleich die übliche Frage von Lena.
»Weil jeder auf seinem Fachgebiet ganz lange gelernt hat, bis er das richtig kann, solange bis er ein Meister ist.
Nimm mal zum Beispiel einen richtigen Maurer. Wenn der mit Steinen ein Haus baut, dann sind die Wände auch gerade. Wenn ich das mache, fallen die bestimmt irgendwann wieder zusammen.
Aber der Maurer ist nicht der Spezialist, um dann die Fenster einzusetzen, oder den Strom zu legen. Dafür brauchst da dann einen Glaser und einen Elektriker.
Das Dach bauen dann die Zimmerer und Dachdecker, die Heizung der Heizungsbauer, das Bad der Installateur, den Fußboden der Bodenleger oder Fliesenleger, die Küche der Küchenbauer und die Innenwände macht der Stuckateur und der Maler streicht dann noch das ganze Haus.«
Lena ist beeindruckt.
»Aber mein Haus fällt nicht gleich wieder zusammen, oder?« will sie wissen.
»Nein, ganz sicher nicht«, beruhigt Papa Mirko seine Tochter.
»Das ist ja auch nicht so schwierig. Sie mal, das Fenster und die Tür waren schon fertig. Das Dach, der Fußboden und die Wände auch fast, die musste ich nur noch zusammensetzen, und dann hat dein Haus auch kein Badezimmer, keine Küche, keine Heizung und es braucht keinen Strom. Wir müssen nicht einmal das Holz streichen, denn das ist auch schon behandelt.«
»Aber trotzdem baust du das Haus ganz schön«, ermutigt Lena ihren Papa.
Nach einer weiteren Stunde ist Papa Mirko fertig mit Lenas Gartenhaus und sie stellen es an den schönsten Platz im Garten.
»Ich habe noch Überraschungen«, ruft auf einmal Mama Tasha und sie kommt aus dem Haus zu den beiden in den Garten.
»Was denn, was denn«, möchte Lena natürlich sofort wissen.
»Einen kleinen Tisch, zwei kleine Stühle und einen Blumenkasten für dein Häuschen«, erwidert ihr Mama Tasha.
»Oh toll«, sprudelt es aus Lenas Mund, »das habe ich mir auch noch gewünscht.«
»Und noch eine Schaukel«, fährt die Mama dann fort, »die kann dir der Papa am Ast vom Apfelbaum aufhängen.«
»Juchu«, ruft Lena außer sich vor Freude, »machst du das Papa? Bitte, bitte!«
»Wenn du sooo lieb bittest, kann ich ja nicht Nein sagen«, entgegnet der Papa und begibt sich direkt zum Apfelbaum.
»Ich habe aber noch etwas«, beginnt die Mama wieder.
Lena ist sprachlos, so viele Sachen. Sie steht da mit offenem Mund und schaut von der Mama zum Papa und wieder zurück.
»Für nächsten Samstag«, beginnt dann Mama Tasha, »habe ich alle deine Freunde zu einer Gartenparty eingeladen. So kannst du dein Gartenhaus gleich einweihen.«
Lena springt der Mama direkt auf den Arm und gibt ihr einen dicken Kuss.
»Weil du immer so lieb warst, hast du dir das alles verdient«, sagt daraufhin die Mama, »und jetzt gehen wir ins Haus und du darfst mir helfen, den Tisch fürs Abendbrot zu decken.«
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