Das weiß ich doch

»Wollen wir einen Bummel durch die Stadt machen?« fragt Onkel Fred an einem schönen Samstagmorgen.
»Au ja«, ruft Lena, »aber Willi darf auch mit, oder?«
»Wenn du ihn schön an die Leine nimmst, gerne«, gibt Onkel Fred zur Antwort.
Lena ist nämlich mit ihrem kleinen Hund Willi dieses Wochenende bei ihrem Onkel Fred und ihrer Tante Bärbel zu Besuch. Die beiden wohnen in einer großen Stadt mit hohen Häusern, langen Straßen und vielen, vielen Autos.
»Hier in der Stadt dürfen Hunde nicht frei laufen«, sagt Onkel Fred, »das ist bei dem Verkehr auf den Straßen viel zu gefährlich.«
»Weiß ich doch«, sagt Lena etwas ärgerlich, »ich bin doch schon groß!«
»Ach ja, das habe ich doch beinah vergessen«, sagt der Onkel, »aber dann können wir uns ja jetzt so langsam auf den Weg machen.«
Gesagt, getan. Die beiden ziehen sich ihre Schuhe und Jacken an, nehmen Willi an die Leine und wandern los.
Erst gehen sie durch Straßen mit Wohnhäusern und Vorgärten, aber schon bald sehen sie nur noch Häuser, die direkt bis zum Fußweg gehen und große Schaufenster haben.
»In den Schaufenstern kannst du sehen, was du in dem Geschäft alles kaufen kannst«, sagt Onkel Fred.
»Weiß ich doch«, sagt Lena. »Wenn da Brot drin liegt, dann ist das ein Bäcker. Wenn ich aber Wurst kaufen will, brauch ich da erst gar nicht reingehen.«
»Super«, antwortet Onkel Fred, »besser hätte ich das auch nicht erklären können.«
»Oh, da drüben«, ruft auf einmal Lena, »da sind Spielsachen im Schaufenster.«
Sie schickt sich an, um auf die andere Straßenseite zu gehen.
»Halt, halt«, hält sie Onkel Fred am Arm fest, »erst sehen, ob keine Autos kommen.«
»Weiß ich doch«, sagt Lena schlau, »erst muss ich nach links sehen. Wenn kein Auto kommt, sehe ich nach rechts und dann wieder nach links und dann darf ich erst gehen.«
»Genau«, sagt Onkel Fred, »aber auch nur, wenn du kein Auto, Motorrad oder Fahrrad siehst.«
Vor dem Spielzeugladen angekommen, traut Lena ihren Augen nicht. So viele Spielsachen zusammen hat sie noch nie gesehen.
»Leider können wir nicht in das Geschäft gehen«, sagt Onkel Fred, »Hunde dürfen da nicht mit rein.«
»Weiß ich doch«, sagt Lena, »auch dann nicht, wenn Willi ganz lieb ist und kein Pippi macht.«
Also marschieren die drei weiter die Straße entlang, bis sie zu einer Straßenkreuzung mit ganz vielen Ampeln kommen.
»Hier müssen wir warten«, sagt Onkel Fred.
»Weiß ich doch«, sagt Lena stolz, »bei Rot muss man warten und bei Grün darf man gehen.«
»Das stimmt«, ergänzt der Onkel, »bei Rot musst du immer warten und die Autos dürfen fahren, bei Grün kannst du vielleicht gehen, weil die Autos warten müssen. Aber du musst trotzdem erst nach links und rechts sehen, ob die Autos auch alle stehen geblieben sind, und dann darfst du erst gehen.«
Lena sieht ihren Onkel Fred mit großen Augen und offenem Mund an und Onkel Fred wartet schon ganz gespannt, welche Antwort seine kleine Nichte jetzt wohl parat hat.
»Das habe ich noch nicht gewusst«, kommt es aus Lenas offenem Mund.
Onkel Fred muss lachen. »Dann habe ich dir ja noch etwas beibringen können«, sagt er fröhlich, »dafür spendiere ich jetzt auch ein leckeres Eis.«
»Juchhu«, freut sich Lena, »und Willi kriegt dann ein Leckerli.«
Lachend laufen die beiden weiter durch die Stadt, der kleine Willi immer hinterher. Abends kommen sie müde aber glücklich wieder zu Hause an und müssen der Tante Bärbel gleich alle ihre Erlebnisse erzählen.
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