Im Zoo

»Sind wir schon da?« fragt Lena überrascht ihren Opa Klaus.
»Sieht so der Zoo aus?«
»Nein, natürlich nicht«, antwortet ihr der Opa, »das ist doch nur der Parkplatz vom Zoo.«
Die beiden sind heute in die große Stadt gefahren, um einen Spaziergang durch den Zoo zu machen.
Am Kassenhaus müssen sie sich anstellen, um eine Eintrittskarte zu kaufen.
»Sind da die Tiere drin?« fragt Lena etwas ungläubig.
»Aber da passt ja nicht einmal ein Elefant rein«, muss Opa Klaus lachen, »nein, hier müssen wir Eintritt bezahlen, damit wir in den Zoo dürfen.
Von dem Geld wird dann Futter für die Tiere gekauft.«
Dann sind sie endlich an der Reihe und sie gehen auch direkt durch ein Drehkreuz in den Zoo.
Als erstes sehen sie gleich eines von Lenas Lieblingstieren: Giraffen.
Diese sind zusammen mit Zebras, Antilopen, Gnus und Nashörnern hinter einem Zaun auf einer großen Wiese.
»Darf ich die Giraffe füttern?« fragt Lena.
»Natürlich«, gibt ihr der Opa zur Antwort, »aber erst wenn du genauso groß bist.«
»Und wenn ich mich auf deine Schultern stelle?« will sie wissen.
»Die Tiere im Zoo bekommen von ihren Wärtern genug zu essen, die brauchen wir nicht mehr zu füttern«, erklärt ihr dann der Opa.
Die beiden wandern weiter von einem Gehege zum anderen.
Lena läuft schon immer vor, weil sie ganz aufgeregt ist, welche Tiere wohl als nächstes kommen.
Mal sind es gefährliche Büffel, dann bunte Flamingos und dann wieder kleine, niedliche Erdhörnchen.
»Wo ist Rotkäppchen?« ruft Lena auf einmal ganz laut und läuft zum Opa zurück.
»Ich weiß gar nicht, was du meinst«, sagt er, bis er das nächste Gehege sieht.
»Wölfe«, sagt er ganz überrascht, erklärt dann aber gleich weiter, »du brauchst keine Angst um Rotkäppchen zu haben, die Wölfe sind alle hinter einem großen Zaun eingesperrt und können da nicht raus.«
Zufrieden gehen sie weiter und kommen dann zu den Tigern und Löwen.
»Oh, sind die süß«, ruft Lena aufgeregt, als sie dort auch kleine Löwenbabys sieht.
»Nicht alles was klein ist, muss lieb sein, und nicht alles was Wolf heißt, muss böse sein«, denkt sich noch Opa Klaus, behält das aber für sich.
Jetzt sind die Kamele und Elefanten an der Reihe.
Opa Klaus muss Lena auf den Arm nehmen, damit sie was sehen kann, so viele Menschen stehen bei den Elefanten, die gerade ein paar Kunststücke vorführen.
Danach gehen sie weiter.
»Knut, mein Knut«, ruft Lena und rennt zu dem riesigen Eisbärgehege.
Als ob der eine Eisbär das gehört hat, springt er von seinem Felsen so ins Wasser, dass alle Zuschauer nass gespritzt werden.
»Das war ein toller Bauchklatscher«, ruft Lena vor Freude und dann müssen doch alle Leute anfangen zu lachen, auch wenn sie nass wie ein Pudel sind.
Lena will gar nicht mehr weg, aber da kommen ja noch die Affen.
Ihr Gekreische kann man schon von Weitem hören.
»Die können vielleicht springen und turnen«, sagt Lena zuerst, aber dann nach einer Weile fängt sie an, »der große Affe ärgert immer den kleinen, das ist nicht lieb.«
»Na, dann essen wir jetzt noch eine Bratwurst«, sagt Opa Klaus, »und dann fahren wir wieder nach Hause.«
Auf dem Weg zum Ausgang kommen sie noch an Tieren vorbei, die Lena schon kennt.
Kühe, Pferde, Schafe, Schweine, Ziegen und Kaninchen.
»Sind das denn auch Zootiere?« will Lena sofort wissen, «die sieht man doch überall.«
»Du vielleicht schon«, entgegnet Opa Klaus, »aber denk auch einmal an die Kinder, die in einer großen Stadt wohnen.
Die haben vielleicht noch nie eine echte Kuh gesehen.«
Auf dem Weg zum Auto überlegt Lena, ob der Opa das im Spaß oder Ernst meint.
Von der Rückfahrt selbst bekommt Lena nicht mehr viel mit.
Sie ist so glücklich und so müde, dass sie die ganze Zeit schläft und von den Tieren träumt.

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