Im Urlaub

»Wann gehen wir denn zum Strand?« fragt Lena schon ganz aufgeregt ihre Mama.
Lena ist mit ihren Eltern ans Meer in Urlaub gefahren und Mama Tasha hat ihr versprochen, dass sie hier immer im Wasser planschen und mit Papa Burgen bauen darf, und dass das alles ganz viel Spaß macht.
»Erst muss ich dich noch mit Sonnencreme eincremen«, antwortet ihr Mama Tasha.
»Warum?« möchte Lena wissen.
»Damit du keinen Sonnenbrand bekommst«, erklärt ihr die Mama, »die Sonnenstrahlen sind ganz heiß und ohne den Schutz der Creme verbrennst du, das heißt, du wirst ganz rot und das tut weh und dann kannst du die ganze Nacht vor Schmerzen nicht schlafen. Ich creme mich gleich mit ein und der Papa macht das auch noch.«
Irgendwann sind dann alle startklar und sie können sich auf den Weg zum Strand machen. Ihr Hotel liegt nicht weit vom Meer entfernt, nur ein kurzer Fußweg und sie sind da.
»Ich gehe uns erst einen Strandkorb mieten« sagt Papa Mirko.
Lena schaut ganz überrascht.
»Das können nur diese komischen Kästen sein«, denkt sie sich, »die stehen ja überall, wohin ich auch schaue. Die sehen von hinten aus wie ein kleines Gartenhäuschen.«
»Ich habe noch einen Korb in der ersten Reihe bekommen«, berichtet Papa Mirko ganz stolz, als er zurückkommt, »Nummer 31.«
»Oh, da kann man ja richtig drin sitzen und sogar drin liegen«, ruft Lena, als sie den ersten Strandkorb von vorne sieht.
Durch den warmen Sand laufend, machen sich die drei auf die Suche nach Korb 31.
Dort angekommen, weiß Lena nicht, was sie zuerst machen soll, ins Wasser gehen oder eine Burg bauen.
»Ich gehe planschen«, sagt sie dann und rennt sofort los in Richtung des Meeres.
»Halt! Hier geblieben«, ruft Papa Mirko, »erst musst du deine Schwimmflügel um machen.«
»Dann baue ich erst eine Burg«, erwidert Lena trotzig, packt Schaufel, Eimer und die Förmchen aus und beginnt vor dem Strandkorb ganz wild zu buddeln.
Aber alles was sie bauen will, rieselt wieder ganz langsam auseinander, nichts bleibt so stehen.
»Der Sand ist viel zu trocken«, schimpft sie, »ich brauche Wasser!«
»Aber meine Schwimmflügel sind immer noch nicht aufgeblasen«, will sie gerade sagen, doch da kommt ihr Mama Tasha, die Lenas Aufregung bemerkt, zuvor.
»Nun bleib mal ganz ruhig«, beginnt sie, »wir sind hier nicht nur heute, sondern noch ganz lange. Du kannst dir viel Zeit lassen, kannst alles genießen, nichts muss fertig werden.«
Lena geht zu ihrer Mama, umarmt sie, und sagt: »Ich bin so aufgeregt, ich freue mich doch so.«
»Wer kommt mit mir schwimmen?« unterbricht Papa Mirko die Unterhaltung und in den Händen hält er Lenas aufgeblasene Schwimmflügel.
Aber da ist doch noch etwas?
»Ein Krokodil, ein Krokodil«, ruft Lena außer sich vor Freude, »darf ich damit im Wasser reiten?«
»Na, was denkst du?« antwortet ihr der Papa und wenig später laufen die beiden laut lachend los in Richtung Meer.
Erst ist das Wasser ein bisschen kalt, aber als sich die zwei daran gewöhnt haben, wird ganz wild geplanscht, gespritzt und mit den Wellen gekämpft. Zum Glück hat Lena ihre Schwimmflügel um und ihr Gummikrokodil im Arm, denn plötzlich wird sie von einer großen Welle umgeworfen und untergetaucht.
»Iiiihh, bäh«, ruft Lena mühsam aus dem Wasser krabbelnd und auf den Strand laufend, »das schmeckt ja nach Salz!«
Papa Mirko lacht. »Meerwasser ist immer salzig und das darfst du auch nicht trinken.
Komm, wir duschen uns jetzt das Salzwasser ab und dann bauen wir eine Burg.«
»Au ja« freut sich Lena und es dauert nicht lange, bis die beiden Burgbauer anfangen.
»Wir bauen die Burg weiter in Richtung des Meeres«, erklärt Papa Mirko, »da ist der Sand etwas feuchter und lässt sich besser verarbeiten.«
Zuerst schaufeln sie einen großen runden Graben, und in dessen Mitte wird mit dem freigeschaufelten Sand die Burg gebaut. Mit richtigen Türmen und Zinnen und sogar mit einer Brücke, die über den Graben führt.
»Ich habe für euch ganz viele Muscheln gesammelt«, unterbricht Mama Tasha auf einmal die beiden Burgbauer, »damit könnt ihr eure Burg schön schmücken. Und ein kleines Fähnchen für den großen Turm habe ich auch gefunden.«
»Hurra«, ruft Lena außer sich vor Freude und sie tanzt eine Runde um ihre Burg, »das wird die schönste Burg der Welt.«
»Wenn ihr mit Schmücken fertig seid«, fährt Mama Tasha fort, »dann können wir auch ins Hotel zum Essen gehen.«
»Und was ist mit meiner Burg?« fragt Lena ganz erschrocken.
»Die bleibt da stehen«, antwortet ihr der Papa, »wir haben auch die nächsten Tage immer unseren Strandkorb mit Nummer 31, da können wir die Burg jeden Tag weiter ausbauen oder noch verschönern.«
Lena ist sprachlos vor Freude, springt ihrem Papa auf den Arm und gibt ihm einen Kuss.
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