Im Hotel

»Opa, da, der Vogel hat sich eben ein Stück Brot geklaut«, ruft Leon ganz aufgeregt, »da am Nachbartisch.«
»Auch Vögel haben Hunger«, erwidert ihm der Opa, während er vergeblich versucht, den diebischen Vogel noch zu erblicken.
Opa Klaus und Leon verbringen dieses Wochenende in einer großen Stadt. Sie schlafen dort in einem ganz schicken Hotel und sie sitzen gerade auf der Terrasse und frühstücken.
»Darf ich die Vögel füttern?« möchte Leon wissen.
»Besser nicht«, antwortet Opa Klaus, »das stört sicher andere Gäste, aber wenn du nach dem Frühstück ein paar Krümel unter den Tisch fallen lässt, werden die Vögel die bestimmt finden und sich auch freuen.«
»Der Mann vom Nachbartisch steht schon die ganze Zeit drinnen in der Reihe«, fährt Leon fort, »wenn der nicht bald kommt, fressen ihm die Vögel noch den Teller leer.«
»Dort werden Omeletts, Rühreier und Spiegeleier frisch zubereitet«, erklärt ihm Opa Klaus.
»Darf ich auch ein Spiegelei?« fragt Leon schüchtern.
»Natürlich darfst du, wenn du es dir selber holen kannst.«
Der Opa hat noch nicht ganz ausgeredet, da steht Leon schon in der ‚Eier-Schlange‘.
Aber in dem Moment, als Leon an der Reihe ist, drängelt sich eine fremde Frau vor und bestellt beim Koch ein Käse-Omelett.
»Ich war jetzt aber an der Reihe«, ruft Leon ganz bestimmt. »Ich möchte ein Spiegelei.«
»Oh, Entschuldigung«, erwidert die Frau sofort, »ich habe dich gar nicht gesehen.«
»Ist nicht schlimm«, sagt Leon und wendet sich dann zum Koch: »Und mach mir bitte bei meinem Spiegelei nicht den Spiegel kaputt.«
Der Koch und die Frau schauen einen Moment verdutzt, dann müssen sie schmunzeln und der Koch sagt: »Du bekommst das Spiegelei mit dem schönsten Spiegel der Welt.«
Nach dem Frühstück gehen Opa Klaus und Leon auf die Dachterrasse zum Schwimmen.
Aber Leon hat natürlich wieder seine Badehose im Hotelzimmer liegen lassen.
»Ich kann die schon alleine holen. Zweiter Stock Zimmer 215«, sagt er stolz zum Opa.
»Und mit dem Fahrstuhl fahren kannst du auch?« fragt Opa Klaus noch zur Sicherheit.
»Ich bin doch schon groß«, kommt die Antwort voller Entrüstung und schon ist er mit dem Zimmerschlüssel in der Hand von der Dachterrasse verschwunden.
Ohne Probleme fährt er auch mit dem Fahrstuhl nach unten, er muss dafür nur auf den Knopf mit der ‚2‘ drücken. Seine Badehose hat Leon auch schnell gefunden, er hatte sie ja schon auf sein Bett gelegt. Dann geht er wieder zum Fahrstuhl.
»Ich bin schon echt groß«, sagt Leon zu sich selbst als er den Fahrstuhl betritt.
Aber leider noch nicht groß genug.
Zur Dachterrasse muss er den obersten Knopf drücken, dass hatte er vorhin beim Opa gesehen. Aber auch auf Zehenspitzen und mit Springen kommt er nicht an diesen Knopf.
Dafür ist er dann doch noch zu klein.
Leon will gerade den Fahrstuhl verlassen und die Treppe nehmen, da kommt die fremde Frau vom Frühstück herein.
»Na, willst du ein bisschen Fahrstuhl fahren?« beginnt sie direkt das Gespräch.
»Nein«, antwortet ihr Leon, »ich möchte zum Schwimmen, aber ich komme nicht an den obersten Knopf.«
»Dann kann ich meinen Fehler von vorhin ja gleich wieder gutmachen«, sagt die Frau, drückt auf den Knopf und schon geht es ab in Richtung Dachterrasse.
»Vielen Dank«, bedankt sich Leon noch und schon sitzt er beim Opa auf dem Liegestuhl.
Dann geht Leon mit Opa Klaus erst einmal in das Schwimmbecken.
»Du bist das Pferd und ich der Reiter«, ruft Leon und klettert auf Opas Rücken.
Sie drehen ein paar Runden durch das Becken.
»So, jetzt ist genug«, gibt dann der Opa zu verstehen, »ich habe schon so viel Wasser geschluckt, dass ich jetzt kein Pferd mehr, sondern ein Seepferdchen bin.«
»Na gut«, gibt Leon nach, »dann gehen wir jetzt aber in das Wasser, dass so blubbert.«
»Du meinst, in den Whirlpool«, lacht Opa Klaus, »das ist eine gute Idee.«
Nach einer Weile setzt sich der Opa wieder auf seinen Liegestuhl und Leon bleibt noch ein bisschen in dem warmen Wasser des Whirlpools.
»Opa, Opa, in dem Wasser wird man ja ganz alt«, kommt Leon nach einigen Minuten aufgeregt rufend zum Opa gelaufen, »meine Haut ist schon so schrumpelig wie deine.«
Der arme Opa Klaus sitzt da mit offenem Mund und versteht gar nichts.
»Schau«, fährt Leon fort, als er beim Opa angekommen ist, »meine Finger haben schon ganz viel Wellen gekriegt.«
»Ach so«, lacht Opa Klaus, »das kommt vom warmen Wasser. Jetzt packen wir mal unsere Sachen und machen uns in unserem Zimmer schick. Anschließend gehen wir ins Restaurant zum Mittagessen und danach in die Stadt. Dann ist deine Haut bestimmt auch wieder jung und hübsch.«
»Das war heute ganz schön hier«, sagt Leon und nimmt seinen Opa in den Arm, »machen wir das Morgen wieder?«
»Morgen früh noch einmal. Leider müssen wir dann wieder nach Hause fahren«, entgegnet Opa Klaus, schnappt sich den kleinen Leon und verschwindet mit ihm im Hotel.
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für die Postleitzone 2:


 
 
 
 
 
 
Hotel-Restaurant „Zur Glashütte“
Egon und Marlis Stubbe
Segeberger Chaussee 309
22851 Norderstedt
Telefon 040-529866-0                                         www.zur-glashuette.de
Telefax 040-529866-35                                       webmaster@zur-glashuette.de

Hotel mit komfortabel eingerichteten Zimmern, Dachterrasse, Schwimmbad
Restaurant mit repräsentativen Räumlichkeiten und excellenten Speisen
Großer Saal für Veranstaltungen, Festlichkeiten, Familien- und Betriebsfeiern

 

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Hotel Restaurant Windrather Hof

Inh.: Hildegard Hellenbruck-Brebeck
Nordrather Str. 72
42553 Velbert

Telefon: 02053-2245
www.windrather-hof.de

 
 
 

Gepflegte Gastlichkeit und eine Jahrhunderte alte Familientradition sind Markenzeichen des Windrather Hofes in Velbert.
Erwachen Sie bestens erholt in einem unserer ruhigen gemütlichen Zimmer und freuen Sie sich auf einen erlebnisreichen Tag an der frischen Luft.
In einer landschaftlich reizvollen Gegend bewirten wir unsere Gäste im Restaurant mit gutbürgerlichen Spezialitäten.
Unser Haus ist sehr familien- und kinderfreundlich und für körperbehinderte Menschen leicht zugänglich.

 

für die Postleitzone 5:


 
Hotel & Restaurant Eifeler Hof
Inh. Edmund Wonner
Büchelstraße 7
54668 Ferschweiler

Telefon: 06523-386
Telefax: 06523-1065

www.eifelerhof.de
info@eifeler-hof.de

 
 

Von unserem Familienbetrieb im Herzen der Eifel führt ein weitverzweigtes Wanderwegenetz zu diversen Sehenswürdigkeiten.
Das Hotel verfügt über 25 Zimmer, die alle renoviert und neu ausgestattet sind,
sowie über eine Kegelbahn und eine Grillhütte.
Im Restaurant kocht die Chefin des Hauses selbst gutbürgerliche Gerichte mit frischen regionalen Zutaten.
Für Tagungen und Feierlichkeiten bieten Ihnen unsere trennbaren Räume sicher den passenden Rahmen.

 

für die Postleitzone 9:

Pension Wilhelm Busch
Wilhelm-Busch-Str. 68
99099 Erfurt
Telefon 0361-6538866      Telefax 0361-6538867

www.pension-wilhelm-busch.de
info@pwbusch.de

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