Ich bin doch sauber

»Tor«, ruft Lena, »Tor, ich habe gewonnen.«
Oma Bella ist an einem heißen Sommertag zu Besuch bei Lena und die beiden spielen vor dem Haus Fußball. Allerdings liegt Lena mehr auf dem Rasen als ihr lieb ist.
»Ich rutsche jetzt«, sagt sie deshalb.
Während sie von ihrer Rutsche runtersaust, wirft ihr die Oma den kleinen Ball zu, trifft aber nur die Stirn von Lena.
Alle beide müssen laut lachen wegen dieses Missgeschicks.
»Au ja, noch mal«, ruft Lena aufgeregt, »ich muss den Ball beim Rutschen fangen.«
Das probieren die beiden sicher fünf bis sechs Mal. Endlich kann Lena den Ball fangen.
»Puh, das ist anstrengend«, sagt sie etwas erschöpft.
Aber da kommt Mama Tasha um die Ecke und sorgt für Rettung.
»Ich wollte den Rasensprenger anmachen«, sagt sie.
»Hurra«, ruft Lena und zieht direkt ihr Hemdchen aus.
»Ich laufe durch das Wasser«, ruft sie mehrmals vor Vergnügen.
In der Tat, als der Sprenger an ist, läuft sie wie der Blitz durch die Wasserstrahlen, und als der Rasen richtig nass ist, ruft sie:
»Oma pass auf, ich mache jetzt einen Bauchrutscher!«
Mit einem Riesenanlauf schmeißt sie sich dann auf den Bauch und rutscht ein paar Meter über den nassen Rasen.
»Das macht Spaß«, sagt sie zur Oma, »das musst du auch mal machen.«
»Lieber nicht«, sagt Oma Bella, »sonst lachen noch die Hühner. Aber wir müssen jetzt auch rein gehen, es gibt bald Abendbrot und du musst noch in die Badewanne.«
»Ich bin doch sauber«, kommt es voller Entrüstung aus Lenas Mund.
»Ich laufe doch die ganze Zeit durch das Wasser, das ist wie duschen«, versucht sie die Oma zu überzeugen.
»Du bist überall grün vom Gras und deine Füße sind schwarz wie Teer«, erwidert Oma Bella hartnäckig.
»Komm jetzt mit rein.«
»Wenn ich morgen meine Hose und Schuhe anziehe, sieht das doch keiner«, startet Lena noch einen Versuch.
»Sehen kann das vielleicht keiner, aber riechen sicherlich«, entgegnet die Oma, »und dann spielt morgen im Kindergarten niemand mit dir, und außerdem machst du dann heute Nacht dein schönes Bettchen schmutzig.«
»Na gut«, zögerlich geht Lena mit der Oma ins Haus.
»Ich habe eine Idee«, beginnt auf einmal die Oma, »wie wäre es, wenn wir beide zusammen in die Wanne gehen?«
»Juchu, au ja«, ruft Lena laut, »das wird toll.«
Wie verwandelt rennt sie in das Badezimmer, zieht ihren Schlüpfer aus und ruft:
»Mama, Mama ich will baden! Mit Oma! Schnell, wir brauchen Wasser.«
»Und die Ente muss mit baden, und das Boot muss mit in die Wanne, und der Ball und der Eimer und das Thermometer und …«
»Stopp«, unterbricht die Oma, »bald passe ich da ja nicht mehr mit rein.«
Oma Bella lässt jetzt das Wasser in die Wanne laufen.
»Kannst du das auch«, fragt Lena erstaunt, »aber Mama macht immer ganz ganz viel Schaum.«
»Na dann will ich das auch mal machen«, antwortet die Oma und die beiden klettern langsam in die Badewanne.
»Das Wasser wird aber hoch, wenn du mit in der Wanne bist«, stellt Lena fest.
»Wo bist du, ich kann dich gar nicht sehen. Ich sehe nur Schaum«, ruft Lena und wühlt mit beiden Händen um sich.
»Huch, nicht kitzeln. Hilfe! Ich bin kitzelig«, ruft dann die Oma.
Im Nu steht das Badezimmer halb unter Wasser.
Die Zwei können nicht mehr aufhören zu lachen, spritzen sich gegenseitig nass, kitzeln sich, tauchen unter und zum Schluss wird sich sogar gewaschen.
»Hmm, wie ich dufte«, sagt Lena, als die Oma sie abtrocknet.
Dann nimmt sie die Oma in den Arm und gibt ihr einen dicken Kuss.
»Abendbrot ist fertig«, ruft in dem Moment Mama Tasha und die beiden rennen vergnügt in das Esszimmer.
»Mama, Mama«, ruft Lena, als sie dort ankommen, »das war ganz schön heute mit Oma, und die kann ganz viel Schaum machen, und jetzt habe ich ganz doll Hunger.«
»Na dann fang mal schnell an zu essen«, sagt die Mama strahlend.
Und jeder kann sehen, wie stolz Mama und Oma auf ihren kleinen Schatz sind.
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