Gespenster

»Wir haben heute ganz toll gespielt«, fing Lena an zu erzählen, als sie von ihrer Mama Tasha abends vom Kindergarten abgeholt wurde.
»Ich war eine Prinzessin und ein böser Zauberer hat mich auf einer Burg gefangen gehalten.
Aber dann kamen ganz tapfere Ritter, der Jan, der Sven und der Tim.
Die haben mich dann befreit.
Die waren ganz doll stark, viel stärker als der Zauberer, die waren die stärksten Menschen von der ganzen Welt.«
»So einen tapferen Ritter habe ich auch mal kennengelernt«, sagte daraufhin die Mama.
»Ja, und jetzt brauche ich überhaupt keine Angst mehr zu haben«, behauptete Lena, »meine tapferen Ritter retten mich jetzt immer.«
In der Zwischenzeit waren die beiden zu Hause angekommen und zur Freude von Lena war Opa Klaus zu Besuch.
Dem hat sie dann natürlich auch ihr tolles Erlebnis vom Tag erzählt.
»So, so«, sagte Opa Klaus, »aber können deine tapferen Ritter denn auch mit Gespenstern kämpfen?«
»Sind die denn gefährlich«, wollte Lena wissen.
»Na ja«, fuhr Opa Klaus fort, »das kommt darauf an.
Nicht alle Gespenster sind böse, aber das weiß man nicht immer vorher und das Schlimme daran ist, dass man die Gespenster ja nicht sehen kann.
Wie wollen denn deine tapferen Ritter gegen ein böses Gespenst kämpfen, wenn sie gar nicht wissen, wo es ist.
Sie können es ja nicht sehen.«
»Kann man denn da gar nichts machen?« fragte Lena. »Du kennst da doch bestimmt einen guten Trick, oder?«
Opa Klaus musste einen Augenblick nachdenken, aber auch nur einen kleinen Augenblick, dann blitzten seine Augen auf.
»Natürlich«, sagte er, »dass ich da nicht gleich drauf gekommen bin.
Es ist ein ganz einfacher Trick.
Du brauchst nur eine Tischdecke oder eine Gardine über das Gespenst zu werfen, dann kannst du sehen, wo es lang läuft und dann können deine tapferen Ritter auch mit ihm kämpfen.«
»Wenn das man gut geht«, wandte Mama Tasha ein, die das Gespräch ganz gespannt mit angehört hatte.
Aber der Abend verging und irgendwann ging Lena in ihr kleines Himmelbettchen zum Schlafen.
Nur so richtig einschlafen konnte sie nicht.
Bei so vielen Rittern, Zauberern und Gespenstern war das aber auch kein Wunder.
Das musste man als echte Prinzessin ja auch erst noch einmal verarbeiten.
Doch was war das?
Ein Geräusch!
Da, schon wieder.
Hinter der Gardine, da hatte sich was bewegt.
Die Gedanken schossen durch Lenas Kopf.
Natürlich war das ein Gespenst.
Was hatte Opa Klaus noch gesagt: »Eine Gardine über das Gespenst werfen, dann kannst du es erkennen«, oder so ähnlich.
Und hier war ein Gespenst gegen ihre Gardine gelaufen, dadurch hatte die gewackelt.
Sie konnte das Gespenst jetzt sogar erkennen, die Gardine beulte sich richtig aus.
»H I L F E !« schrie sie so laut sie nur konnte.
Der Schrei musste das Gespenst mächtig erschreckt haben, denn es wollte weglaufen. Doch dabei riss es die ganze Gardine vom Fenster und so lief es samt Gardine aus Lenas Zimmer durch die ganze Wohnung.
Schon kam auch Papa Mirko angelaufen und knipste erst einmal das Licht an.
»Hier ist ein Gespenst«, rief Lena noch ganz aufgeregt.
»Meinst du das Häufchen Elend, das da versucht, wieder aus der Gardine zu kommen?« fragte Papa Mirko.
Lena schaute sich verdutzt um.
Da krabbelte Yoda, ihr Kater, aus der Gardine und tat so, als wüsste er von nichts.
Da mussten Lena und Papa ganz laut anfangen zu lachen.
»Na«, sagte Papa Mirko, »da hat dir Opa Klaus ja wieder was Tolles beigebracht.
Komm mal mit in unser Bett schlafen, sonst haben wir heute Nacht keine Ruhe mehr.«
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