Der Steinwurf

»Darf ich mit Eva spielen?« fragt Lena ihre Mama an einem schönen Samstagmorgen.
»Bis zum Mittagessen gerne«, antwortet ihr Mama Tasha, »dann kommen uns Tante Bärbel und Onkel Fred besuchen. Ich werde mal Evas Mama anrufen und fragen, ob es ihnen recht ist.«
Für Lena dauert das Telefonat zwischen den beiden Mamas eigentlich viel zu lange.
Doch dann kann sie hören, dass sie mit Eva spielen darf.
Sie soll zu Eva kommen, weil Eva einen neuen Sandkasten bekommen hat.
Als Mama Tasha ihrer kleinen Tochter dann endlich die gute Nachricht verkünden will, steht diese schon fertig angezogen neben ihr und sagt nur:
»Ich weiß schon alles!«
Noch bevor Mama Tasha Lena zum Abschied ein paar gute Ratschläge, wie:
‚Pass schön auf‘ oder ‚Mach keine Dummheiten‘
mit auf den Weg geben kann, ist diese auch schon in Richtung Eva verschwunden.
Keine zwei Minuten später liegen sich die beiden Freundinnen zur Begrüßung in den Armen.
»Wollen wir in meinem neuen Sandkasten spielen?« fragt Eva neugierig.
»Na klar«, antwortet Lena etwas erstaunt, »deswegen bin ich doch so schnell hergekommen.«
Schon laufen die beiden in den Garten und springen mit einem Satz in den Sandkasten.
»Oh, du hast ja auch neue Förmchen«, begeistert sich Lena sofort.
»Nicht nur Förmchen, auch einen neuen Eimer, ein Sieb, eine Schaufel und …. trärä …. einen richtigen Bagger« ergänzt Eva und wie von Zauberhand holt sie aus einer Ecke hinter dem Sandkasten einen großen gelben Bagger hervor.
»Toll«, sagt Lena, »mit einem Bagger geht die Arbeit auch viel schneller.«
Als sie dann aber Evas ungläubigen Gesichtsausdruck sieht, fügt sie noch hinzu:
»Das hat mein Papa mal gesagt.«
Die beiden Freundinnen beginnen dann direkt die neuen Spielsachen auszuprobieren.
Es wird gebaggert und geschaufelt und es werden die schönsten Kuchen gebacken, die die Welt je gesehen hat.
»Iiiiiih, was ist das«, schreit Eva auf einmal wild los, »iiiiiih.«
Dabei betrachtet und schüttelt sie immer wieder ihre rechte Hand.
»Das ist Katzendreck«, sagt Lena fachmännisch nachdem sie sich Evas Hand angesehen hat, »das kenne ich von meinem Kater Yoda. Der macht aber immer in sein Katzenklo.«
Nachdem Eva sich ihre Hand am Taschentuch und anschließend noch mit viel Sand wieder gereinigt hat, spielen die beiden weiter.
»Da, das ist die Katze. Die hat bestimmt in meinen Sandkasten gemacht«, ruft Eva plötzlich ganz aufgeregt.
Ein paar Meter von den beiden entfernt, steht tatsächlich eine schwarze Katze und beobachtet die Kinder neugierig.
Da sieht Lena diesen Stein, und wie verhext hält sie ihn auch schon in der Hand.
Ein Wurf … eine rennende Katze … ein Knall … und eine kreidebleiche Lena.
»Was habe ich gemacht«, ruft sie, sich die Hände vor ihr Gesicht haltend.
»Du hast das Auto von meinem Papa getroffen«, antwortet ihr Eva, »komm wir laufen schnell weg.«
»Nein, das darf man nicht. Ich erzähle das besser deiner Mama«, sagt Lena und läuft heulend und schluchzend in Evas Haus.
»In der Autotür ist eine richtige Beule, die müssen wir reparieren lassen«, stellt Evas Mama fest, »aber ich freue mich trotzdem, dass du dein Missgeschick ehrlich zugegeben hast.«
Für Lena ist das ein schwacher Trost. Sie hat immer noch ein ganz schlechtes Gewissen und sie möchte jetzt doch lieber wieder nach Hause.
»Eva und ich begleiten dich«, sagt Evas Mama, »dann kann ich das auch gleich alles deiner Mama erklären.«
»Für den Schaden kommen wir natürlich auf«, sagt Mama Tasha nachdem sie die ganze Geschichte gehört hat, »wir sind gut versichert. Ich werde gleich unseren Versicherungvertreter anrufen, vielleicht wollen die den Schaden ja noch vor der Reparatur begutachten.«
»Ich mache das auch nie wieder«, schluchzt Lena als sie mit ihrer Mama wieder alleine ist.
»Das will ich auch hoffen«, antwortet ihr Mama Tasha, »ich bin aber auch froh, dass du die Katze nicht getroffen hast. Wenn du die verletzt hättest, wäre das noch viel schlimmer gewesen.«
Dann nimmt sie ihre verheulte Tochter auf den Arm, gibt ihr einen Kuss, und sagt:
»Ich bin aber auch ganz stolz auf dich, dass du so mutig warst, nicht wegzulaufen, sondern ehrlich die Verantwortung für deine Tat übernommen hast.«
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