Das Geburtstagsgeschenk

»Nächste Woche hast du auch Geburtstag!«
Gerade hatte Lena noch etwas lustlos mit einem Buntstift in ihrem Malbuch herumgekritzelt, aber nun war sie hellwach. Was hatte die Mama da gerade gesagt?
»Ich habe Geburtstag?« fragte sie etwas ungläubig.
»Ja«, bestätigte Mama Tasha, »nächsten Mittwoch wirst du wieder ein Jahr älter.«
»Hurra«, rief Lena, »dann bekomme ich sicher ein ganz grosses Geschenk.«
Sie lief in ihr Zimmer und sprang sofort auf ihr Bett. Hüpfend begann sie zu überlegen, was sie wohl bekommen würde.
»Einen Kaufmannsladen«, dachte sie. Aber nein, den hatte sie ja schon.
»Einen Zoo mit ganz vielen Tieren.«
Schade, habe ich auch schon.
»Einen Puppenwagen«, »Einen Roller«, »Ein Puppenhaus«, »Ein Kasperle-Theater.«
Aber welche Geschenke sie sich auch ausdachte …., alles hatte sie schon.
»Mama, Mama«, rief sie in die Küche laufend, »was bekomme ich denn geschenkt?«
»Ja, was wünschst du dir denn?« fragte die Mama zurück.
»Alles«, hätte sie am liebsten gesagt, aber »alles« hatte sie ja schon.
Also trottete sie wieder zurück in ihr Zimmer, setzte sich an ihren kleinen Schreibtisch, legte ihren Kopf in die Hände und fing an nachzudenken.
»Ich habe wirklich schon so viele große Sachen, und spielen kann man damit gar nicht immer. Vielleicht sollte ich mir was Kleines wünschen?«
»Ein Buch zum Beispiel.«
Aber was für eins? Sie hatte schon so viele Bücher und sie wusste ja auch gar nicht, was es alles für Bücher gab.
»Ein Kartenspiel«, »Ein Würfelspiel«, »Lego-Steine.«
Aber immer kam sie zu dem selben Ergebnis:
»Ich weiß ja nicht, was es da alles gibt.«
Doch dann kam die rettende Idee.
»Ich brauche dringend für meine Puppe einen neuen Spiegel und einen Kamm. Das ist ganz wichtig und das wünsche ich mir jetzt.«
Zufrieden ging sie wieder in die Küche und erzählte der Mama von ihrem Geburtstagswunsch.
Überrascht vom bescheidenen Wunsch ihrer Tochter, sagte Mama Tasha nur:
»Wir werden es sehen, was du bekommst.»
Die Tage bis zum Geburtstag wollten überhaupt nicht schnell vorbei gehen und es dauerte für Lena noch richtig lange bis es dann endlich soweit war.
»Hoch soll sie leben«, sangen Mama und Papa ganz früh morgens an ihrem Bett und machten das Geburtstagskind damit vorsichtig wach.
Aber Lena nahm ganz schnell alle Glückwünsche entgegen und rannte in das Wohnzimmer, da musste das Geburtstagsgeschenk für ihre Puppe sein.
Aber was war das?
Ein riesengroßer Karton, eingepackt in schönem Papier mit einer tollen Schleife.
»Doch kein Spiegel und kein Kamm«, dachte sie und riss das Papier vom Karton.
Aber in dem Riesenkarton war nur ein etwas kleinerer Karton, auch schön eingepackt.
Und in dem Karton war wieder ein kleinerer Karton,
und da drin wieder einer und noch einer und noch einer. Und dann?
»Ein Spiegel und ein Kamm für meine Puppe«, sagte Lena.
Sie blickte auf den großen Haufen Kartons und Papier und wusste nicht Recht, ob sie nun lachen oder weinen sollte.
Aber da war doch noch etwas? Genau, ein Schlüssel!
»Ein Fahrradschlüssel«, rief Lena aufgeregt. »Bekomme ich auch ein Fahrrad?«
»Na dann schau mal vor die Tür«, sagte Papa Mirko.
Lena öffnete sofort die Haustür, und da stand es.
Ein nagelneues, rosafarbenes Kinderfahrrad mit Stützrädern, einem Einkaufskorb, einem Sitz für ihre Puppe und einem bunten Fahrradhelm.
»Das ist das schönste Geburtstagsgeschenk der Welt«, rief Lena und nahm Mama und Papa ganz doll in den Arm.
»Das hast du deshalb bekommen«, sagten Mama und Papa zusammen, »weil du immer lieb und artig gewesen bist.«
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