Am Grillplatz

»Wann fahren wir denn endlich los?« fragt Leon seinen Papa an einem warmen Sonntagmorgen.
»Ich muss nur noch die Würstchen aus dem Kühlschrank ins Auto packen«, antwortet Papa Mirko, »dann können wir losfahren.«
Seit der Papa Leon versprochen hat, einmal zu dem Grillplatz am Fluss zu fahren, spricht Leon nur noch vom Grillen, so sehr freut er sich darauf.
Als Mama Tasha dann die restlichen Sachen im Auto verstaut hat, fahren die drei los.
Der Grillplatz liegt an einem kleinen Fluss, dessen Ufer noch mit Bäumen bewachsen sind, und der sich langsam durch die flache Landschaft schlängelt.
Neben der Feuerstelle befinden sich genügend Tische und Stühle zum Essen, ein Spielplatz für kleine Kinder und ein Fußballplatz für die Größeren.
»Ich möchte rutschen«, ruft Leon, kaum dass er aus dem Auto wieder ausgestiegen ist.
»Dann rutsche mal«, sagt die Mama, »das kannst du ja schon alleine, wir packen in der Zeit das Auto aus.«
»Ich weiß schon, wie das geht«, sagt dann Leon, »das ist so wie bei uns.«
Aber genauso schnell wie er weg ist, kommt er auch wieder zurück, um dann ganz aufgeregt zu berichten.
»Das ist ganz pippig, ich habe mir das vorher genau angesehen«, erzählt er Mama und Papa, »ich muss nur vorne die Leiter hochklettern, dann über diese Wackelbrücke gehen und dann kommt schon die Rutsche. Das kann ich schon.«
»Dann geh doch ein bisschen schaukeln«, versucht Mama Tasha ihren Sohn noch etwas zu beschäftigen.
»Was machst du da?« fragt dieser aber stattdessen seinen Papa.
»Ich lege Holzkohle auf den Grill«, antwortet ihm Papa Mirko.
»Warum?« kommt direkt die Frage von Leon.
»Holzkohle brennt gut und lange, und wenn die richtig heiß ist, dann können wir die Bratwürstchen darauf grillen«, erklärt der Papa.
»Darf ich auch?« fragt Leon sofort.
»Nein, das ist noch viel zu gefährlich für dich«, antwortet der Papa, »die Holzkohle wird ganz doll heiß. Weil du noch so kurze Ärmchen hast, musst du nämlich zu dicht an das Feuer gehen, sodass du dich dann verbrennst.«
Eigentlich wartet der Papa jetzt noch auf ein »Aber« von seinem Sohn, doch es kommt ganz anders.
»Da kommen Boote«, ruft er auf einmal ganz aufgeregt und zeigt dabei auf den Fluss.
In der Tat kommen fünf Holzboote und zwei Schlauchboote den Fluss hinuntergepaddelt.
»Ob die in der Flussbiegung wohl die Kurve kriegen?«, zweifelt der Papa.
In dem Schlauchboot stellt sich ein junger Mann hin und winkt Leon zu.
Leon winkt zaghaft zurück, aber er sagt auch: »Man darf im Boot nicht aufstehen.«
Kaum hat er es ausgesprochen, da fällt der Mann ins Wasser.
»Haha«, muss Leon anfangen zu lachen, »jetzt ist der dafür richtig nass geworden.«
Der junge Mann klettert nun zwar wieder zurück in das Schlauchboot, aber schon passiert das nächste Missgeschick.
»Jetzt hängt das Boot am Baum fest«, ruft Leon und er muss noch mehr lachen.
»Ich dachte mir schon, dass sie die Kurve nicht kriegen«, bestätigt ihm der Papa.
Da steigt der junge Mann, der ja sowieso schon nass ist, wieder aus dem Boot und befreit es aus den Ästen des Baumes. Dann kann die Bootsfahrt endlich weitergehen.
»Das war vielleicht lustig«, sagt Leon und seine Augen leuchten vor Freude.
»Die Bratwurst ist fertig«, tönt es da aus Papa Mirkos Mund.
Wie der Blitz sitzt Leon auf der großen Bank, die mit dem Holztisch fest verbunden ist.
»Hmm, schmeckt die Wurst lecker«, schmatzt Leon, »viel leckerer als aus der Pfanne.«
Als die Mama dann ganz traurig guckt, sagt er noch: »Und dein selbst gebackenes Brot schmeckt aber auch ganz toll.«
»Da freue ich mich aber«, gibt ihm Mama Tasha zur Antwort.
Nach dem Essen spielen alle noch ein bisschen Verstecken, dann sagt der Papa:
»Jetzt lösche ich noch das Feuer mit Wasser und dann geht es wieder nach Hause.«
Auf der Rückfahrt schläft Leon gleich im Auto ein. Im Traum muss er immer noch lachen über den jungen Mann, der aus dem Boot gefallen war.
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